Dienstag, 22. Januar 2013

Autoreninterview mit Erasmus Herold



„Herzlich Willkommen auf meinem Blog“!



Lieber Herr Herold, ich hoffe, Sie fühlen sich hier wohl!   
Vielen Dank, dass Sie sich bereit erklärt haben, 
an diesem E-Mail – Interview teilzunehmen!  
Viele Leser haben sich an dieser Aktion beteiligt und 
fleißig eine Woche lang ihre Fragen gestellt, welche ich 
Ihnen unter Anderem auch hier stellen werde! 
Wir sind alle schon ganz gespannt auf Ihre Antworten!


Erasmus Herold, wer ist das eigentlich?

Hallo Jennifer! Lieben Dank für dieses Interview. Einen tollen Blog hast du da geschaffen. Nun zurück zu deiner Frage. Zuerst einmal bin ich Familienvater, verheiratet, haben zwei Töchter. Hauptberuflich arbeite ich als IT-Leiter. In meiner Freizeit schreibe ich gerne. „Und ich vergebe dir nicht“ ist mein zweiter Roman (Thriller), eine weiterführende Geschichte erscheint September 2013.



Machen Sie zum ersten Mal an einer solchen Aktion bei einem Buch-Blog mit?

Die Reichweite des Internets ist enorm. Es ist zeitgemäß dort präsent zu sein. Eigene Autorenhomepage, Facebook, Blogs, das alles gibt einem Autor die Möglichkeit seine Leser zu erreichen. Bei meinem ersten Roman („Krontenianer – Rendezvous am Bogen“, erschienen vor zwei Jahren) war ich noch nicht dermaßen aktiv. Diese massive Präsenz in einem Blog ist für mich neu, doch ich freue mich auf die interessierten Leser und deren Rückfragen (mail@ErasmusHerold.de).



Wenn Sie an einem Roman schreiben, nehmen Sie dazu noch ganz klassisch Stift und Papier, oder findet man Sie doch eher am Computer vor?

Das Schreiben geschieht überwiegend am PC. Gelegentlich erfasse ich Passagen, wenn ich unterwegs bin sogar am Smartphone. Doch ich benutze Papier und Stift, um mir Dinge zu veranschaulichen, zum Beispiel Abläufe und Geschichtsstränge oder Zusammenhänge zwischen den Protagonisten.



Wie lange dauerte es bei Ihrer letzten Buchidee bis zur wirklichen Veröffentlichung?

Da ich mit meinem zweiten Buch den Verlag gewechselt habe (nun bin ich bei den Niemeyer Buchverlagen, Hameln) und ich dort eine wesentlich bessere Unterstützung erhalte, kann ich sagen, für „Und ich vergebe dir nicht“ benötigte ich 13 Monate.



Wie kamen Sie überhaupt neben Ihrem Beruf als IT-Leiter dazu, ein Buch zu schreiben, hat man da überhaupt die Zeit und den Nerv, sich Gedanken über so etwas zu machen?

Vielleicht genau aus dem Grund heraus, dass das Schreiben einen Gegenpol zur klassischen, geradlinigen EDV darstellt. Virtuelle Welten zu erschaffen und den Leser mit auf diese Reise zu nehmen, ist fantastisch. Wenn einem jemand zum Schluss die Schulter klopft, ist das das größte Lob, alles richtig gemacht zu haben.



Um nochmal zum Schreiben selbst zurück zu kommen, haben Sie sich bestimmte Zeiten gesetzt, wann Sie an einem Roman arbeiten, damit auch noch genug Zeit für Beruf und Familie bleibt?

Alles in Maßen und im Einklang ist das Ziel, auch wenn das wahrscheinlich nicht immer funktioniert. Oft schreibe ich spät Abends, da habe ich die besten Ideen. Natürlich nutzte ich auch mal eine Stunde am Wochenende oder im Urlaub, mache mir aber selbst keinen Stress, mit einem Buch fertig werden zu müssen. Für mich ist Schreiben eine Freizeitbeschäftigung.



Gibt es bestimmte Rituale oder Ähnliches, um beispielsweise eine Schreibblockade zu verhindern, oder ist Ihnen schon mal eine solche passiert?

Ich muss eine Geschichte, oder ein einzelnes Kapitel vor meinem inneren Auge sehen, wie einen Film. Über einen möglichen Verlauf oder Ausgang eines Textblocks nachzudenken und dieses dann niederzuschreiben sind für mich zweierlei. Ich sitze nie am Schreibtisch und sage mir: „Du musst jetzt etwas schreiben.“



Wenn man einen Roman beginnt, kennt man selbst schon das Ende und arbeitet sich dahin vor? Oder hat man das Geschehen schon vor Augen und es kommt eher vor, dass man den bis dahin geplanten Verlauf einer Geschichte doch noch total umwirft, oder entwickelt sich eine Geschichte erst beim Schreiben?

Anfang und Ende und auch der „rote Faden“ stehen. Aber zweifelsohne bilden sich Nebenschauplätze und Abhängigkeiten zwischen den Akteuren noch während man schreibt.



Wie kommt es eigentlich überhaupt zu einer Idee, vielleicht ein Erlebnis oder ein Vorfall im persönlichen Umfeld oder sonst wo?

Das persönliche Umfeld spielt stark in eine Geschichte hinein. Häufig sprechen mich Bekannte an und sagen: „Dies und das kam mir doch irgendwie bekannt vor“. Natürlich spielt so etwas in meine Romane hinein. Keine Geschichte ist besser und glaubwürdiger, als das Leben selbst.



Wer durfte Ihre fertigen Romane zuerst lesen? Haben Ihre Familie oder vielleicht Freunde „Probe gelesen“ oder ging es sofort zum Lektor und Verlag?

Beide Krimis wurden durch meinen Bruder und eine gute Kollegin gegengelesen. Die Mischung aus männlichem und weiblichem Rezensenten ist mir wichtig, um verschiedene Sichtweisen auf meine Geschichten zu bekommen. Dass diese Personen den Mumm haben, mir keine Kritik (auch negative) vorzuenthalten, ist für mich dabei besonders wichtig.



Sie haben bisher 2 Bücher veröffentlicht, einmal „Krontenianer“ und dann „Und ich vergebe dir nicht“ . Wie kam es vom Zukunftskrimi zum Westfalenkrimi?

Ich finde die Zukunft (zumindest eine glaubhafte ohne Sternen-Tore und Super-Aliens) faszinierend. Zu sehen, wie die Menschheit sich entwickelt (besonders in den letzten Jahrhunderten) ist großartig. Ich lebe gerne im Hier und Jetzt und finde es sehr schade nicht mehr erleben zu können, wo wir in 100 Jahren stehen werden. Was also wäre passender, als den zweiten Krimi dort anzusiedeln, wo ich lebe, arbeite und wohne.


Finden Sie in Ihrer Freizeit überhaupt noch Zeit zum Lesen?

Durchaus. Ich lese allerdings in kleinen Abschnitten, immer dann, wenn dafür Freiraum bleibt. Es ist nicht ungewöhnlich, dass ich für ein durchschnittliches Buch auch mal zwei oder drei Monate benötige. Aber es macht mir großen Spaß, auch in die Fantasiewelten anderer Autoren einzutauchen.


Haben Sie ein Lieblingsbuch, oder einen Lieblingsautor?

Ich mag Krimis und Zukunftsgeschichten (wer hätte das gedacht). Besonders französische Krimis finde ich toll, gerade wegen ihrer oft unkonventionellen Art. Fred Vargas gehört zu meinen besonderen Lieblingen.


Welche Hobbys haben Sie, bzw. findet sich dafür überhaupt noch Zeit?

Neben der Familie, Squash, gelegentliches Laufen, Schreiben und Lesen.


Könnten Sie sich vorstellen, auch in anderen Genre zu schreiben?

Zu diesem Zeitpunkt könnte ich mir das nicht vorstellen, aber man soll ja nie nie sagen. Ich mag es, den Leser zu Fesseln, ihm verschiedene Lösungen anzubieten und dann immer wieder mit neuen Wendungen zu überraschen. Das prädestiniert den Krimi.


Haben Sie schon Ideen für zukünftige Romane, eventuelle Fortsetzungen oder gibt es schon einen Termin für eine nächste Veröffentlichung, von der wir noch nichts wissen?

Im September 2013 werden wir Kommissarin Sarah Berger und ihre Kollegen wiedersehen. Der neue Fall spielt in Gütersloh, Paderborn und Stromberg. Eine spannende Geschichte um vier Gesellschafter, die nicht nur ihre unternehmerischen Ziele aus den Augen verlieren, sondern auch ihre Freundschaft untereinander.


Wäre es für Sie vorstellbar, den bisherigen Beruf vollständig aufzugeben und sich nur noch dem Schreiben zu widmen?

Zu Schreiben macht mir riesigen Spaß. Doch derzeit bin ich zu großer Realist, als dass ich glauben würde, vom Schreiben leben zu können. Ich beneide diejenigen, denen der Freiraum gegeben ist, dies zu tun.


Vielleicht haben Sie noch Worte an Ihre Leserschaft:

Unter www.ErasmusHerold.de finden alle interessierten Leser weiterführende Informationen und eine ausführliche Leseprobe zu beiden Romanen. Wer Fragen hat oder irgendetwas zu meinem Bücher wissen möchte, möge sich nicht scheuen, über das Kontakt-Formular mit mir in Verbindung zu treten.

Vielen lieben Dank für das Interview. Hat mir große Freude bereitet.
Erasmus Herold



Herzlichen Dank Erasmus Herold für Ihre Zeit, die Sie unseren Fragen gewidmet haben!
Ausserdem freuen wir uns schon sehr auf den neuen Fall mit Sarah Berger! 


 

Kommentare :

  1. Vielen Dank euch beiden, das ihr euch soviel Mühe gegeben habt :).
    LG
    Steffi

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    1. Gerne, hat auch echt Spaß gemacht!

      LG, Jenny

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  2. Du bietest deinen Lesern einen sehr guten Inhalt und Autoren zum anfassen. Es ist schön zu sehen dass du an dein Projekt glaubst.
    Ich denke du wirst noch erfolgreicher werden.

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    1. Vielen Dank für deine Worte! :-)
      Ich hoffe auch, dass sich alles weiterhin positiv entwickelt!

      Liebe Grüße

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